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Archäologie (CCCLXIV)/Regionalgeschichte: Die langersehnte Landung des A400M in Wunstorf. Ein voller Erfolg der Luftwaffe ... Invocación, 1937

    Mit vier Jahren Verspätung ist am Freitag die erste Transportmaschine vom Typ A400M an ihrem neuen Heimatstandort gelandet - dem Bundeswehr-Fliegerhorst in Wunstorf (Region Hannover)... Der A400M sorgte wegen Verzögerungen und Kostensteigerungen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Der Stückpreis erhöhte sich im Laufe der Jahre von 125 auf 175 Millionen Euro... Von voller Einsatzfähigkeit kann keine Rede sein ... Das Schutzsystem für Einsätze in gefährlichen Krisenregionen wird erst 2016 nachgerüstet. Menschen und Material aus der Luft absetzen kann die neue Maschine auch noch nicht.
    Dennoch ist das neue Transportflugzeug gegenüber dem in die Jahre gekommenen Vorgänger deutlich leistungsstärker. In den Rumpf der "Atlas" passt doppelt so viel Material. Auch Hubschrauber und Panzer kann die Bundeswehr zukünftig auf dem Luftweg verlegen...

    Wunstorf wird der Standort von Deutschlands einzigem A400M-Geschwader sowie eines multinationalen Ausbildungszentrums für die Maschine. Der Umbau des in den 1930er-Jahren gebauten Platzes wird auf eine knappe halbe Milliarde Euro veranschlagt und gilt als größtes Infrastrukturprojekt der Luftwaffe.
    (ndr-niedersachsen-nachrichten 19.12. und 27.11.2014)
Wenn ich das richtig sehe, ist der A400M für Out-of-Area-Aktionen der NATO gedacht und Hannover-Wunstorf somit das zentrale Drehkreuz für diese strategische Neuausrichtung! Das kann laut werden.
Und wahrscheinlich müssen wir dann- wenn die 40 x 175 Mio + 500 Mio = 7,5 Mrd. € investiert sind - nicht mehr melden:
Gelungener Tabubruch: Russisch-ukrainische Bundeswehrmaschine mit nicht tödlichen Ausrüstungsgegenständen erreicht Erbil ... - oder Antonow An-124 vs. McDonnell Douglas KDC-10 : " Deutsche Hilfe für Kurden im Irak...."
Möglicherweise wäre die Verlängerung des Leasingvertrags für die russisch-ukrainischen Antonows doch günstiger gewesen ...

Interessant ist die Geschichte des in den 1930er-Jahren gebauten Platzes, wo auch damals schon gern investiert wurde; - startete doch von hier die Legion Condor zu den Angriffen auf Guernica am 26. April 1937 (und am 1. September 1939 zu den Luftangriffen auf Warschau ...)! Darüber wird von der Luftwaffe nicht so gern gesprochen.


Der Arbeitskreis Regionalgeschichte hat hierzu Bemerkenswertes veröffentlicht:
Hier finden Sie eine Dokumentation zur Ausstellung
und hier den sehr lesenswerten Aufsatz Vom Fliegerhorst Wunstorf auf die Schlachtfelder der Welt von Hubert Brieden. Der Text basiert auf:
Brieden, Hubert / Dettinger, Heidi / Hirschfeld, Marion: „Ein voller Erfolg der Luftwaffe“, die Vernichtung Guernicas und deutsche Traditionspflege, Wunstorf – Pforzheim – Bonn; Neustadt 1997 (vergriffen). Eine Leseprobe:
    26. April 1937: Bodenperspektiven

    „Es war ein wunderbarer (…) Tag, der Himmel war weich und klar. Wir kamen in den Vororten von Guernica gegen 5 Uhr an. In den Straßen war viel Betrieb, es war Markttag. Plötzlich hörten wir die Sirene, und wir bekamen Angst. Die Leute liefen in alle Richtungen davon und ließen alles stehen und liegen, um Schutz zu suchen. Manche rannten auch in die Berge. (…) Kurz darauf sah ich sieben Flugzeuge, auf die sechs weitere folgten, dann kamen noch einmal fünf. Alle waren Junkers-Maschinen. Unterdessen war ganz Guernica von einer Panik ergriffen. Mehr als eine Stunde blieben die Maschinen in einer Höhe von wenigen hundert Metern über Guernica, und sie warfen Bombe auf Bombe. Von dem Lärm der einstürzenden Häuser macht man sich keinen Begriff. Sie flogen über Straßenzüge hin. Sehr viele Bomben fielen. Scheinbar überall, später sahen wir die Krater. Sie hatten einen Durchmesser von sechzehn Metern und waren acht Meter tief. Gegen 7 Uhr flogen die Maschinen ab, und nun kam eine neue Welle, die diesmal in sehr großer Höhe flog. Die zweite Welle warf Brandbomben auf unsere gemarterte Stadt. Das zweite Bombardement dauerte fünfunddreißig Minuten, aber es reichte hin, um den ganzen Ort in einen gewaltigen Feuerofen zu verwandeln.

    Der Angriff und die Zerstörung der Stadt hielten noch weitere zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten an. Als das Bombardement vorbei war, kamen die Leute aus ihren Schutzräumen. Keiner weinte. Verwunderung stand auf ihren Gesichtern. Einfach keiner von uns konnte begreifen, was er das sah.“

    So der baskische Priester Alberto de Onaíndia.

    26. April 1937: Luftperspektiven


    „Die K88 griff im Gruppenkeil Guernica an. Hierbei war meine I./K88 mit dem Kommandeur Fuchs in meiner Führungsmaschine an Bord die Führungsstaffel. Das Ziel wurde in einem Anflug mit 50 kg-Bomben m.V. (enger Reihenabstand) - Angriffshöhe l .500 NN - angegriffen. Wetter: blauer Himmel, Angriffsrichtung: von der Biskaya-Küste eindrehend von N nach S. Durch wohl NO-Schiebewind Verlagerung der Bombenreihen nach Westen, so dass z.T. der Ortsrand des Ortes getroffen wurde.“ So erinnerte sich Oberleutnant von Knauer Jahrzehnte später an seinen Einsatz über Gernika. Vor seinem Einsatz als Kampfflieger der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg war er auf dem Fliegerhorst Wunstorf in der 6. Staffel 154 Kampfgeschwader Boelcke stationiert gewesen. In einem Bericht an den für den Spanieneinsatz zuständigen Sonderstab W. urteilte Oberst Jaenecke: „An und für sich war Guernica ein voller Erfolg der Luftwaffe.“ Und Legion-Condor-Kommandeur v. Richthofen notierte am 30.4.1937 in sein Tagebuch: „Guernica, Stadt von 5000 Einwohnern, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht. Angriff erfolgte mit 250 kg- und Brandbomben, letztere etwa 1/3. Als die 1. Ju’s kamen war überall schon Qualm (…), keiner konnte mehr Straßen-, Brücken- und Vorstadtziel erkennen und warf nun mitten hinein. Die 250er warfen eine Anzahl Häuser um und zerstörten die Wasserleitung. Die Brandbomben hatten nun Zeit, sich zu entfalten und zu wirken. Die Bauart der Häuser: Ziegeldächer und Holzfachwerkhäuser, führte zur völligen Vernichtung. – Einwohner waren größtenteils eines Festes wegen außerhalb, Masse des Restes verließ die Stadt gleich zu Beginn. Ein kleiner Teil kam in den getroffenen Unterständen um. – Bombenlöcher auf Straßen noch zu sehen, einfach toll.“
Vgl. auch: GUERNICA (Alain Resnais, Robert Hessens, 1950)
und: Picasso and Guernica - History of a painting
 "Der Adler": Die deutsche Luftwaffeneinheit "Legion Condor" kämpfte im...

Am Freitagmorgen flog der Leiter des Teams, Oberstleutnant Christian Schott, die Maschine von Spanien nach Wunstorf. Zu dem Empfang in Wunstorf kam auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die sich von Schott das Cockpit zeigen ließ....

Davon gibt es kein Foto (wie dies).

Wenn früher Flugzeuge in Wunstorf starteten, gab es anschließend Fotos wie diese; - mal sehen, was wir in Zukunft zu sehen bekommen ...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ca/Bundesarchiv_Bild_183-H25224,_Guernica,_Ruinen.jpg
Das von der Legion Condor zerstörte Gernika

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Bundesarchiv_Bild_141-0763%2C_Warschau%2C_Br%C3%A4nde.jpg
Luftaufnahme des brennenden Warschau, September 1939


Pablo Neruda: Spanien im Herzen - ANRUFUNG
(Invocación,1937)
(Übersetzt von Erich Arendt, mit einem Essay von Carlos Rincón, planet lyric)

Um zu beginnen, um über die reine
gespaltene Rose, über den Ursprung
von Himmel und Luft und Erde – hier den Willen eines Gesangs
mit Ausbrüchen, das Verlangen
eines unermeßlichen Gesangs, eines Metalls, das
aufgreift Krieg und nacktes Blut.
Spanien, Kelch-Kristall, nicht Diadem,
aber zermalmter Stein, bekämpfte zärtliche Liebe
von Weizen, Fell und brennendem Tier.

Morgen, jetzt, durch deine Schritte
ein Schweigen, von Hoffnungen ein Staunen
wie eine höhere Luft: ein Licht, ein Mond,
abgenützter Mond, Mond von Hand zu Hand,
von Glocke zu Glocke!
Mutter, heimatlich, Faust gehärteten Hafers,
Planet,
dürr und blutig, der Helden!

Update Ukraine (XXXIV): Undoing Stalin - Let's call the whole thing off

Pepe Escobar hat einen Vorschlag zur Lösung der Krise:
    Essentially, it's very simple. It's up to Germany. And it's all about undoing Stalin.

    Stalin, at the outset of World War II, took East Prussia from Germany and moved the eastern part of Poland into Ukraine. Eastern Ukraine was originally from Russia; it is part of Russia and was given by Lenin to Ukraine.

    So let's have East Prussia returned to Germany; the eastern part of Poland returned to Poland; and eastern Ukraine as well as Crimea - which Khrushchev gave to Ukraine - returned to Russia.

    Everyone get their share. No more Stalin. No more arbitrary borders. That's what the Chinese would define as a "triple win" situation. Of course, the Empire of Chaos would fight it to death; there would be no more chaos manipulated to justify a crusade against bogus Russian "aggression".
    The ball is in Germany's court. Now it's up to East Prussians to present the facts to Angela Merkel. Let's see if she's able to get the message.

Vgl. unten Update Ukraine (XXXII): Building A New Berlin Wall in Kiev - The Ukraine House of Cards.
Im Übrigen, wenn die UkrainerInnen sich schon nicht auf eine Sprache einigen können (Ukrainisch/Russisch/Surzhyk):
Let's call the whole thing off (George & Ira Gershwin)!



Andererseits: They Can't Take That Away From Me
______________________________________________
+ Tipp für twoday.net-Blogger zum Einbetten von youtube-videos, nachdem die eine Firma keinen alten Code mehr zur Verfügung stellt und die andere keinen neuen akzeptiert:
Generate YouTube embed codes

"World War III will be a global information war with no division between civilian & military participation." (Marshall McLuhan) - Zur schleichenden Militarisierung des Zivilen

Ich hätte McLuhans These noch vor kurzem als wenig hilfreich zur Erklärung aktueller Krisen befunden, weil zu sehr befangen im Überbau. Mittlerweile kann man das anders sehen:
Die Militarisierung durch Think Tanks (Bertelsmann und die EU-Osterweiterung - Thomas Barth, tp 13.12.2014) gibt zu denken:

Zur Rolle der Bertelsmann-Stiftung, der Venusberg-Gruppe usw. und der Medien bei der schleichenden Militarisierung des Zivilen ein lesenswertes Interview mit Rudolph Bauer ("Wir sind wieder mitten im Krieg: Militarisierung im Digitalen Zeitalter"):
    Die bestialischen Kriegsverbrechen der IS oder ISIS sind leider eine gute Werbung für den Militarismus, wie ihn Bertelsmann geplant hat und nun in seinen Medien propagiert. Auf dem Gebiet der Kultur ist folgendes festzustellen: Durch ein hohes Maß an politischer Enthaltsamkeit ermöglichen Literatur, Bildende Kunst und Musik, dass die Militarisierung gesellschaftlich ungehindert Fuß fassen kann und ihr kulturell nichts, aber rein gar nichts entgegengesetzt wird.

    Allerdings gibt es seit längerem schon Einfallstore der Militarisierung, beispielsweise in der Popmusik, im Rahmen der Truppenbesuche durch Film- und Fernsehgrößen, in Gestalt der überbordenden Krimi-Gehirnwäsche in Literatur und Fernsehen. Und natürlich durch das Nachrichtenwesen in Bild, Ton und Internet.

    In der Wissenschaft beobachten wir gegenwärtig einen schleichenden Prozess der Militarisierung dergestalt, dass aufgrund der knappen Haushalte an Hochschulen und Universitäten immer mehr Drittmittel für militärisch relevante Vorhaben eingeworben werden, auch Mittel des Pentagon. Eine Gegenbewegung hat es schwer, z.B. mit einer Aufrechterhaltung bzw. Neubelebung der Zivilklausel-Bewegung die Wissenschaften vor dem immer weiter ausufernden Zugriff von Militär- und Rüstungswesen zu bewahren.

    Hier zeigt sich eine sekundäre Folge der großen Kampagnen für Privatisierung, maßgeblich auch von Bertelsmann initiiert, die einen "schlanken Staat" propagierten. Der durch die flankierend propagierten Steuersenkungen reduzierte Staatshaushalt vernachlässigte Investitionen in eine friedliche Zukunft, in Gesundheit, Soziales und eben Bildung und Wissenschaft. Nun soll unter dem Schlachtruf der "Sicherheit" militaristisch umverteilt, und die Grundrechte und Zukunftschancen der Menschen sollen noch weiter in den Hintergrund gedrängt werden. Das Trommeln für Aufrüstung dient jedoch keinesfalls der Sicherheit der Bevölkerung, sondern vielmehr der Durchsetzbarkeit größenwahnsinniger Strategien einer Geopolitik im Sinne von Macht- und Wirtschaftseliten...
Man fragt sich ja auch, wer die Ratgeber hinter der bornierten und höchst gefährlichen Ost- und Greater-Middle-East-Politik dieser Bundesregierung sind. Hier finden sich einige wichtige Hinweise!
    Offizielles Ziel der (Venusberg-) Gruppe sollte es sein, über die Zukunft dessen nachzudenken, was europäische Sicherheit heißt, aber militärische Herrschaftssicherung meint. Man kann sich von der militaristischen Stoßrichtung überzeugen, wenn man sorgfältig die Veröffentlichungen der Stiftung liest. Zum Beispiel das Leitlinien-Papier mit dem Titel "Why the World needs a Strong Europe and Europe needs to be Strong". Eine Fortschreibung erfuhren diese Leitlinien jüngst in dem Papier "Neue Macht - Neue Verantwortung", aus dem auch die militaristischen Textbausteine der Reden von Bundespräsident Gauck entnommen sind...
Vgl. BertelsmannKritik
+ Macht? - Power has been called many things. Pretty isn’t one of them
+ Macht (II) - Power has been called many things. Pretty isn’t one of them ...

Folter: "Der Bericht ist voller Scheiße" (Dick Cheney) vs. The General’s Report (Seymour M. Hersh)

Da hat Big Time wohl recht, - aber es ist seine Scheiße!

https://pbs.twimg.com/media/B4cYqR8CQAAgXU4.png
(twitter.com/hashtag/TortureReport)

"Was hätten wir tun sollen? Ihn auf beide Wangen küssen und sagen: 'Bitte, bitte, sag uns was du weißt?' Bestimmt nicht."
Cheney defends CIA interrogation techniques, calls Senate report 'deeply flawed' (FoxNews)

Verantwortlich für die Folterpraxis der CIA (v.l.): Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Ex-Präsident George W. Bush und Ex-Vizepräsident Dick Cheney. (15. Dezember 2006)
    Fefe schreibt dazu: George W Bush ist von der CIA eingeweiht worden. Nachdem sie schon ein paar Jahre gefoltert hatten.

    "By the time the C.I.A. director came in April 2006 to give Mr. Bush the agency’s first briefing about the interrogation techniques it had been using since 2002, more than three dozen prisoners had already been subjected to them. And when told about one detainee being chained to the ceiling of his cell, clothed in a diaper and forced to urinate and defecate on himself, even a president known for his dead-or-alive swagger “expressed discomfort,” according to a new report released Tuesday."

    Da ist es wieder, das "klar haben wir dem Polizeistaat-Gesetz zugestimmt, aber nur mit Bauchschmerzen". Damit reden sich Politiker seit 100 Jahren raus, oder versuchen es. Von Köhler bis Gauck. Alle tun so, als hätten sie Unwohlsein, aber tragen dann doch alles mit. Wieso haben sich da eigentlich seit den Nürnberger Prozessen die Standards so gelockert? Die sind ja auch nicht damit durchgekommen, sie hätten ja Bauchschmerzen gehabt. Die mussten sich noch zusätzlich auf Befehlsnotstand berufen.
Die in dieser Woche vom US-Senat veröffentlichte gut 500-seitige Kurzversion einer 6.700 Blatt umfassenden Untersuchung zu den Entführungen und Folterungen der CIA und die Reaktionen darauf lassen viele Fragen offen, u. a. die Frage danach, was man schon längst wissen konnte:

Annals of National Security June 25, 2007 Issue
The General’s Report
How Antonio Taguba, who investigated the Abu Ghraib scandal, became one of its casualties.
By Seymour M. Hersh


https://www.newyorker.com/wp-content/uploads/2007/06/070625_r16334_p646-320.jpg
Taguba knew his report would make him unpopular: “If I lie, I lose. And, if I tell the truth, I lose.”
Lesefehl!!

Im Übrigen: Jeder dritte Jurastudent befürwortet die Todesstrafe, jeder zweite die Anwendung von Folter !!

Update New York Times December 21, 2014 : Prosecute Torturers and Their Bosses

Schüsse in die Luft - "Das klingt nach Kabarett: Gefährlich und trotzdem gewaltfrei"

"Die Anstalt" vom 9.12.2014 mit Christian Ehring, Matthias Egersdörfer, Rainald Grebe, Max Uthoff und Claus von Wagner
feat. Kraftklub



Vgl. Not-wendige Klarstellungen: Nur noch in der Anstalt

Update Ukraine (XXXIII) & Syriana: Staatsattrappen, Rackets, Regime, Milizen und Badass Jihadis in Black - Eingreifendes Denken?

Ein kurzer Blick auf Ursachen und weitere Entfaltung des Ukraine-Konflikts. Tomasz Konicz in Streifzüge 62/2014
    Winter is coming – und in der Ukraine wird er ungeachtet aller konkreten Witterungsbedingungen sehr hart ausfallen. Zwar ließ der scheidende EU-Kommissionspräsident Barrosso Ende Oktober anlässlich der vorläufigen Einigung zwischen der Ukraine und Russland über künftige Gaslieferungen verlauten, dass nun „niemand in Europa mehr frieren“ müsse, doch die Realität zwischen Lviv und Lugansk wird sich kaum dieser Beschwörungsformel fügen.
    Wohl hat Kiew auch rund eine Million Tonnen Steinkohle aus Südafrika, größtenteils auf Kredit, erworben, die dem geschundenen Land über die kalte Jahreszeit helfen sollen. Aber angesichts der dennoch zu erwartenden Engpässe bei der Energieversorgung hat die Regierung in Kiew die vorgeschriebenen Raumtemperaturen in den Plattenbauten der Ukraine auf 16 Grad Celsius absenken lassen. Diese Energiekrise resultiert nicht nur aus der Unwilligkeit des aufständischen Donezker Kohlereviers, den Rest des auf Westkurs gebrachten Landes mit Kohle zu versorgen, sondern bei den monatelangen schweren Kämpfen ist in den abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk auch ein Teil der Förderkapazitäten und der industriellen Infrastruktur zerstört worden, mittels derer das zerrissene Bürgerkriegsland mit dem für die Heizperiode unabdingbaren Energieträger Steinkohle hätte versorgt werden können: Die Mehrzahl der Kohlebergwerke im Donezkbecken hat ihren Betrieb aufgrund der Verwüstungen einstellen müssen, während das Schienennetz durch zahlreiche Sprengungen und Sabotageakte stark beschädigt ist. Da polnische Steinkohle aus dem schlesischen Industrierevier sich zur Verfeuerung in den ukrainischen Kraftwerken nicht eignet, musste Kiew den Energieträger aus der südlichen Hemisphäre importieren – bei einem Transportweg von 10.000 Kilometern...
Wo kann man sonst solch kenntnisreiche und detaillierte Analysen lesen?
Hier und hier oder sowieso hier: Tomasz Konicz - Nachrichten aus Osteuropa

Vgl. zur Lage der Ukraine schlaglichtartig auch:
... Im Aufsichtsrat des ukrainischen Gasproduzenten Burisma sitzt kein einziger Ukrainer mehr. Cheflobbyist ist indessen Hunter Biden, Sohn von US-Vizepräsident Joe Biden. Damit haben die USA mehr als einen Fuß in der für den Westen nunmehr offenen Tür zur Ukraine. 49 Prozent des einträglichen ukrainischen Gastransportsystems gehören inzwischen den USA und der EU.... (Daniela Dahn: Von allen Seiten Nebelkerzen, Freitag Ausgabe 46/14)
+ Ukraine’s Made-in-USA Finance Minister
Exclusive:
A top problem of Ukraine has been corruption and cronyism, so it may raise eyebrows that new Finance Minister Natalie Jaresko, an ex-U.S. diplomat and newly minted Ukrainian citizen, was involved in insider dealings while managing a $150 million U.S. AID-backed investment fund, writes Robert Parry. (December 5, 2014 - Consortiumnews)

Ansonsten - wird ja überwiegend nicht mal der Prominentenappell "Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!" von Horst Teltschiks obskurer Truppe angemessen zur Kenntnis genommen und wie auch immer kritisch eingeschätzt. Frau Beck von den Grünen, die als Sprecherin der Osteuropapolitik der Grünen-Fraktion, mehr direkt als indirekt, das friedenspolitische Engagement von zahlreichen Prominenten aus Politik, Kultur und Wissenschaft, mit dem Hitler-Stalin-Pakt vergleicht, demonstriert aktuell, wie Arschdenk funktioniert.

Dagegen:
Eine Betrachtungsweise der Welt, die durch Aufzeichnung ihrer umwälzenden Widersprüche das Eingreifen ermöglicht:

Rojava ist eine Herausforderung nahezu
aller bestehenden Staatsattrappen,
Rackets, Regime und Milizen in der Re-
gion, die sich der Sprengkraft dieses Projekts
durchaus bewusst sind. Denn selbstverständ-
lich würde dieses Modell- sollte es sich festigen
können - auf die gesamte Region ausstrahlen.
Der inklusive Charakter dieses emanzipatori-
schen Anlaufs ist geeignet, die erzreaktionä-
ren und patriarchalen Strukturen der Region
aufzusprengen. Jede Frau im Nahen und Mitt-
leren Osten, die nicht mehr wie ein Stück Vieh
behandelt werden will, könnte zumindest ver-
suchen, sich in die befreiten, selbstverwalte-
ten Gebiete durchzuschlagen, um bewaffnet
jedem islamistischen Frauenhasser notfalls
die Eierwegschießen zu können. Was in Roja-
va begonnen wurde, wird in der Region sehr
aufmerksam verfolgt. Bei einer afghanisehen
Solidaritätsdemonstration für Kobane, die
Mitte Oktober in Kabul stattfand, trugen ver-
schleierte Frauen Transparente und Plakate
von bewaffneten Kämpferinnen der »Frauen-
verteidigungseinheiten« (YPJ).
Nicht nur die Barbarei, auch die Emanzipation
kann sich die Krisenkonstellation zunutze machen,
wenn progressive Kräfte sich nicht mehr krampfhaft
an die zerfallenden kapitalistischen Kategorien
von Staat und Nation klammern, sondern im
Krisenprozess adäquate Organisationsformen
aufzubauen versuchen.

Deswegen gibt es für die syrischen
Kurden auch kaum Unterstützung von den lo-
kalen Akteuren, wie etwa dem Barzani-Clan
im ehemaligen Nordirak, der Kobane nur auf-
grund wachsenden öffentlichen Drucks sym-
bolisch unterstützte - und der Rojava selbst-
verständlich als eine Bedrohung der eigenen
Machtfülle wahrnimmt.
Die kurdische Befreiungsbewegung hat
somit mehr geleistet als nahezu die gesamte
deutsche Linke, die noch immer im Morast
der zerfallenden kapitalistischen Kategorien
feststeckt: Sie hat die staatlichen Zerfallspro-
zesse intuitiv antizipiert und eine praktika-
ble Strategie entwickelt, um der aufkommen-
denjihadistischen Barbarei eine emanzipato-
rische Alternative entgegenstellen zu können...

Tomasz Konicz: New World Order - An der Sollbruchstelle: Ist der Islamische Staat ein Prototyp postkapitalisitscher Barbarei?
Konkret 12/14


Solidarität mit Rojava - Peter Nowak, tp 29.10.2014

Begriffe: »Die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann« - Was ist heute eingreifendes Denken?

Ich zitierte kürzlich Kerstin Decker:
Es gibt kein Denken ohne Begriffe. Sie sind das Werkzeug des Geistes. Der Einfachheit halber benutzen wir immer dieselben: Dissident zum Beispiel. Oder Regimegegner. Oder Unrechtsstaat. Was sich denken lässt, ist damit schon vorentschieden. Und was sich nicht denken lässt, auch. ...

Die Bedeutung der Begriffe (und ihr Verlust) kam heute zur Sprache in der Rezension des Deutschlandfunks zu Ulrich Raulff: "Wiedersehen mit den Siebzigern. Die wilden Jahre des Lesens":
    Die Siebzigerjahre sind ein seltsames Jahrzehnt, das zu deuten nicht ganz einfach ist. Es war die Zeit nach dem großen Aufbruch, die Zeit der Suche nach Alternativen, wie man leben und arbeiten könne, mit allen Absurditäten, die das auch mit sich brachte und sicher waren sie eine Zeit des Lesens, denn dies alles musste theoretisch abgesichert werden. Von der Utopie der Allgemeinbegriffe hat Michael Rutschky bereits 1980 gesprochen. Wie ernst die Begriffe genommen wurden, schildert Ulrich Raulff anhand der Diskussionen in der Germanistengruppe Poetik und Hermeneutik".

    "'Ohne diesen Begriff nicht geklärt zu haben, kann man nicht weiterleben.' In diesem Satz hat Manfred Frank neulich das eigentümliche Klima der Diskussionen von "Poetik und Hermeneutik" zusammengefasst. Diese Leute glaubten tatsächlich noch an den Wert von Begriffen und ihre Bedeutung für das Leben. In ihren Diskussionen ging es noch um mindestens alles. Man musste aber nicht zu der Gruppe um Hans Robert Jauß gehören, um ähnliche Erfahrungen zu machen. Es gab diesen heiligen Ernst, dieses Verlangen nach Klarheit auch unter den Jüngeren. Zehn Jahre später, als schon die postmoderne Unverbindlichkeit angesagt war, hätten alle verständnislos gelacht: Was für Pedanten. Wie tödlich ernst die alles genommen haben. Genau das hatten wir getan, die Begriffe ernstgenommen. Dem Leben hat es nicht geschadet." ...
Hier nachhören!

Schade eigentlich, dass das Bemühen um Klärung von Begriffen verloren gegangen ist, immerhin sind Begriffe »die Griffe, mit denen man die Dinge bewegen kann« (Brecht, Werke 18, S. 263 - Flüchtlingsgespräche)!
Auch die Bewegung der Dinge wird ja heute verkürzt betriebswirtschaftlich furchtbar anders gedacht (change management), nicht mehr im Sinne eingreifenden Denkens (siehe auch unten: Marcuse):
    Brecht schreibt von der „Unmöglichkeit, eingreifend zu denken“. Man wird seiner Intention aber nicht gerecht, wenn man seine Worte einseitig in diese Richtung interpretieren würde. Der Autor möchte damit nur aufzeigen, dass zu viele auf dieser Stufe kapitulieren. So beschreibt Brecht „die tiefe, vom Denken nicht berührte Unzufriedenheit mit dem durch Denken nicht veränderbaren Wirtschaftlichen.“ Mit diesen Ausführungen wird die Frage berührt, ob man überhaupt eingreifend denken kann. Zumindest hebt Brecht hervor, „daß die Abhängigkeit vom Wirtschaftlichen […] keineswegs imstand ist, jene gedanklichen Systeme, deren Größe wir nicht leugnen, zu verhindern.“ Entsprechend hat die Eingebundenheit in gesellschaftliche oder wirtschaftliche Gefüge bzw. die Abhängigkeit von diesen nicht dazu geführt, dem Denken grundsätzlich die Freiheit zu entziehen oder es ad absurdum zu führen. Allerdings könne laut Brecht Denken als gesellschaftliches Verhalten nur aussichtsreich sein, wenn es fähig ist, die Umwelt zu beeinflussen. Der Einzelne könne höchstens sich selbst ändern. Dennoch liest man zwischen den Zeilen immer wieder den „Appell“, vom Denken mehr zu fordern, einen Anspruch an es zu stellen. Denn Denken könne nicht eingreifend wirken, wenn man dem Denken das Eingreifen überhaupt nicht zumute. Als grundlegendes Instrument für eine eingreifende Tätigkeit klassifiziert Brecht die Dialektik. Sie sei eine „Betrachtungsweise der Welt, die durch Aufzeichnung ihrer umwälzenden Widersprüche das Eingreifen ermöglicht.“ Das Aufzeigen von Widersprüchen soll den Menschen verdeutlichen, dass das Schicksal nicht als etwas Unabwendbares zu begreifen ist, das dem menschlichen Eingriff entzogen ist, sondern, dass die Menschen sich ihr Schicksal gegenseitig selbst bereiten... (Projekt Eingreifendes Denken - Versuch einer Definition)
Das wäre doch eine Betrachtungsweise der Welt, mit der man erstmal weitermachen könnte: Durch Aufzeichnung ihrer umwälzenden Widersprüche das Eingreifen ermöglichen ...

Voraussetzung dafür ist - einen Schritt zurück - die Wahrnehmung von Welt:
Dasjenige Bild, das uns sowohl subjektiv als auch objektiv am überzeugendsten erscheint, nennen wir: die Wirklichkeit. Subjektiv überzeugend ist das Wirklichkeitsbild durch eine in der Zeit erzeugte Evidenz...
SEMANTISCHE VORBEMERKUNGEN ZU EINER SPRACHE DER WIRKLICHKEIT - Georg Seeßlen, Nov 17 2014

Der eindimensionale Mensch wird 50 (vermutlich älter)

Vor 50 Jahren erschien Herbert Marcuses »Der eindimensionale Mensch«, ein Text der dem studentischen Protest um 1968 die Stichworte (»Große Weigerung«) lieferte und zu einem der meistgelesenen Bücher jener Zeit avancierte. Nun ist nicht nur bei zu Klampen eine Neuausgabe erschienen, sondern wurde auch mit Hilfe eines Konzerttheaters an den Text erinnert. Aus Anlass der von Thomas Ebermann konzipierten Tournee sprachen Dietmar Dath und Hermann Gremliza mit den Künstlern (neben Ebermann; Robert Stadtlober und Andreas Spechtl) der Inszenierung. Der Text ist in der konkret zu finden, die Audioaufnahme hier. (via Audioarchiv kritischer Theorie & Praxis)

https://eindimensional50.files.wordpress.com/2014/06/dereindimensionalemensch-wird-50.jpeg?w=620


»Das eindimensionale Denken wird von den Technikern der Politik und ihren Lieferanten von Masseninformationen systematisch gefördert. Ihr sprachliches Universum ist voller Hypothesen, die sich selbst bestätigen und die, unaufhörlich und monopolistisch wiederholt, zu hypnotischen Definitionen oder Diktaten werden. [...] Ganz abgesehen von den politischen Fesseln, die der Status quo dem Menschen auferlegt, wird dieser an Leib und Seele gegen die Alternative organisiert, und dies umsomehr, je mehr die Technik imstande scheint, die Bedingungen für die Befriedung hervorzubringen.«
- Herbert Marcuse, »Der eindimensionale Mensch« -

https://blog.isdfundacion.org/wp-content/uploads/2014/07/marcuse1.jpg

Update Ukraine (XXXII): Building A New Berlin Wall in Kiev - The Ukraine House of Cards

    That may sound somewhat extreme - but it's a perfectly logical extension, further on down the road, of what the Russian president intimated in his already legendary interview with Germany's ARD in Vladivostok last week: the West is provoking Russia into a new Cold War. [1]

    Mikhail Gorbachev just stressed a few days ago the new Cold War is already on. Princeton's Stephen Cohen says the Cold War in fact never left. The Roving Eye reported about Cold War 2.0 months ago. Brits - still stranded in the 19th century new Great Game - prefer to spin the "strident toxic personality" of "diminutive Putin"; [2] he is the "ruthless, charming and ultimately reckless" man who "put the cold war back in vogue". The Council on Foreign Relations, predictably, mourns the end of the post-Cold War world, blasts the current "disorder", and dreams of the good ol' unchallenged exceptionalist days. [3]

    For arguably the best detailed background on how we came to this perilous state of affairs, it's hard to beat Vladimir Kozin of the Russian Institute for Strategic Studies. [4] Read him carefully. And yes, it's Cold War 2.0, the double trouble remix; between the US and Russia, and between NATO and Russia....
Lesebefehl: Washington plays Russian roulette. By Pepe Escobar (Asia Times Nov 21, '14)

Vgl. auch Daniela Dahn: Von allen Seiten Nebelkerzen. Die Berichterstattung über die Ukraine zeigt, wie sich in dem Konflikt viele Medien von westlicher Außenpolitik vereinnahmen lassen | Der Freitag 26.11.2014 |

Und vgl. dazu auch Update Ukraine (XIV): Debatten über Preßfreiheit und was man wissen kann, wenn man will. Und ein Nachtrag, den Gaspreis und das Völkerrecht betreffend

Hier fehlt - historisch und logisch -: Von der Anti-Hitler-Koalition zum Kalten Krieg und zu Cold War 2.0

1. The Turning Point:
1.1 Winston Churchill: The Sinews of Peace Address; March 5, 1946, Westminster College, Fulton, Missouri
    Am 5. März 1946 hielt der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill eine berühmte Rede am Westminister College in Fulton, Missouri, in der er die westliche Welt vor dem Vorrücken des Kommunismus in den Ländern Mittel- und Osteuropas und die Errichtung eines „Eisernen Vorhangs" warnt. Die Rede gilt - zusammen mit der Rede des damaligen US-Präsidenten Harry S. Truman am 12. März 1947, womit er die sog. Truman-Doktrin begründete - als ideologischer Wegbereiter des "Kalten Kriegs". Die sowjetische und später die russische Sicht ist eine andere. Daher dokumentieren wir im Anschluss an die Churchill-Rede ein Interview mit dem ehemaligen Chefdiplomaten Dr. Valentin Falin - er war u.a. auch Botschafter in der BRD -, das er 2066 der Russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti gab. (via AG Friedensforschung)
1.2 Rede von US-Präsident Harry S. Truman am 12. März 1947 vor beiden Häusern des Kongresses:
    „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Weltgeschichte muss fast jede Nation zwischen alternativen Lebensformen wählen. Nur zu oft ist diese Wahl nicht frei. Die eine Lebensform gründet sich auf den Willen der Mehrheit und ist gekennzeichnet durch freie Institutionen, repräsentative Regierungsform, freie Wahlen, Garantien für die persönliche Freiheit, Rede- und Religionsfreiheit und Freiheit von politischer Unterdrückung. Die andere Lebensform gründet sich auf den Willen einer Minderheit, den diese der Mehrheit gewaltsam aufzwingt. Sie stützt sich auf Terror und Unterdrückung, auf die Zensur von Presse und Rundfunk, auf manipulierte Wahlen und auf den Entzug der persönlichen Freiheiten. Ich glaube, es muss die Politik der Vereinigten Staaten sein, freien Völkern beizustehen, die sich der angestrebten Unterwerfung durch bewaffnete Minderheiten oder durch äußeren Druck widersetzen. Ich glaube, wir müssen allen freien Völkern helfen, damit sie ihre Geschicke auf ihre Weise selbst bestimmen können. Unter einem solchen Beistand verstehe ich vor allem wirtschaftliche und finanzielle Hilfe, die die Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und geordnete politische Verhältnisse bildet. Die Welt ist nicht statisch und der status quo ist nicht heilig. Aber wir können keine Veränderungen des status quo erlauben, die durch Zwangsmethoden oder Tricks wie der politischen Infiltration unter Verletzung der Charta der Vereinten Nationen erfolgen. Wenn sie freien und unabhängigen Nationen helfen, ihre Freiheit zu bewahren, verwirklichen die Vereinigten Staaten die Prinzipien der Vereinten Nationen. Die freien Völker der Welt rechnen auf unsere Unterstützung in ihrem Kampf um die Freiheit. Wenn wir in unserer Führungsrolle zaudern, gefährden wir den Frieden der Welt - und wir schaden mit Sicherheit der Wohlfahrt unserer eigenen Nation. [...]“ [Audio mp3 of Address]
2. Antikommunismus
2.1 Thomas Mann: Der Antibolschewismus, die Grundtorheit unserer Epoche (1946)

2.2 Franziska Augstein: Rettung des Abendlandes (Süddeutsche Zeitung, 25.11.2014) via Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts:
    Ein Beispiel: 2011 traf der amerikanische Präsident mit Historikern zusammen. Die fragten ihn am Ende des Gesprächs, ob er sich etwas von ihnen wünsche. Darauf antwortete Obama, sie möchten über soziale Ungleichheit bitte so reden, dass seine politischen Gegner das nicht gleich als klassenkämpferische Agitation auslegen können ...
3. Bilder aus dem Kalten Krieg
3.1 Prag

https://mocholand2.files.wordpress.com/2014/11/praga-1s5kgq3o1_1280.jpg?w=549&h=769


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Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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