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Politik unterrichten

143 : 4 : 26 gegen Waffen und Munition mit abgereichertem Uran. Deutschland verweigert Zustimmung.

Im Hauptausschuss für Abrüstung und Internationale Sicherheit der UN-Generalversammlung wurde am vorigen Dienstag erneut über eine Resolution zum Verbot von Uranwaffen abgestimmt. Den Delegierten lag ein Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor, in dem die »Auswirkungen des Einsatzes von Waffen und Munition mit abgereichertem Uran« erörtert werden (A/69/151)...
Die Resolution wurde mit 143 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten Frankreich, Israel, Großbritannien und die USA; 26 Staaten, darunter auch Deutschland, enthielten sich der Stimme...
Laut UN-Pressemitteilung über die Debatte zu der Resolution wird der deutsche Vertreter Michael Biontino mit den Worten zitiert, dass man in dem Präambeltext eine Stellungnahme der IAEA vermisse. Diese besage, dass abgereichertes Uran (engl. Depleted Uranium, DU) ohnehin in der Umwelt vorkomme und allgemein keine radiologische Gefahr für die Bevölkerung darstelle. Deutschland sei der Auffassung, dass man mehr Forschung brauche. Er bedauere, dass der vorgelegte Resolutionsentwurf eine Unterstützung nicht zulasse...

(Junge Welt, 03.11.2014: Erstaunliches Desinteresse)

Erstaunliches Desinteresse auch in den hiesigen Medien: Zu UN Generalversammlung Uranmunition in der Kategorie News meldet die Wahrheitsagentur gerade mal zwei Treffer: Die Junge Welt und Die Rote Fahne. Bleiben Sie auf dem neuesten Stand zu Ergebnissen ....

Erstaunlich auch, dass Deutschland der Auffassung ist , dass man mehr Forschung braucht:
    Verteidigungsminister Scharping musste sich heute im Bundestag den Fragen der Opposition zum Thema Uran-Munition stellen. Das einzig Neue: Scharping richtet einen Arbeitsstab ein, der die Gefährdung durch Uran-Munition in den letzten 30 Jahren untersuchen soll.
meldete der SPIEGEL am Donnerstag, 18.01.2001.
Da müsste ja einiges an Forschungsergebnissen aufgelaufen sein:
Wie Schröder, Scharping & Fischer einmal einen Angriffskrieg vorbereiteten und durchführten: "The cost to defeat an evil" eben ...

Erstaunlich auch
: Vor zwei Jahren hatte die deutsche Bundesregierung eine ähnlich lautende Resolution noch unterstützt. Hinzu gekommen sind in dem diesjährigen Resolutionstext lediglich die Forderung nach weiteren Studien über den Einfluss von Uranmunition auf Gesundheit und Umwelt sowie die Forderung, dass Staaten wie der Irak, die durch den Einsatz von Uranmunition langfristigen und schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsschäden ausgesetzt sind, von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden.

Also vielleicht doch nicht so erstaunlich, weil man selbst betroffen wäre von dieser Forderung, die ja auch Nachfolgestaaten der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien geltend machen könnten (s.o.), dass
Deutschland verweigert Zustimmung zu UN-Resolution über Uranmunition
Die deutsche IPPNW-Sektion appelliert in einem Brief an das Auswärtige Amt, morgen in der UN-Generalversammlung für die Resolution zu den Folgen von Uranmunition zu stimmen.
28 October 2014 - ICBUW


Auch nicht erstaunlich: Der Kampf gegen das Böse mit abgereichertem Uran wird weitergeführt:
US sends planes armed with depleted uranium to ME
By David Swanson, WarIsACrime
Wednesday, Oct 29, 2014

... aber da das ja nur dem Badass Jihadi in Black Krebs machen soll, ist das wohl hinnehmbar: "The cost to defeat an evil" ...

Ein Video von ICBUW und Pax Christi
Ein komplexes Thema in 6 Minuten erklärt: Uranmunition


+ Deadly Dust - Todesstaub

188 : 2 für Cuba

VEREINTE NATIONEN, 28. Oktober - Die UN-Vollversammlung verabschiedete heute mit der Unterstützung von 188 seiner 193 Mitglieder die Resolution Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade.
UNO erteilt der US-Blockade gegen Kuba eine klare AbsageZum dreiundzwanzigsten Mal in Folge ruft das wichtigste Forum der Vereinten Nationen kategorisch zur Aufhebung der seit mehr als einem halben Jahrhundert durch Washington auferlegten Belagerung auf, die einen wirtschaftlichen Schaden von ca. 1 Billion 112 Milliarden 534 Millionen Dollar und unberechenbaren menschlichen Schaden verursacht hat...

Granma International
    ... Wir haben einen ziemlich mächtigen Feind, der unser nächster Nachbar ist: die Vereinigten Staaten. Wir haben ihn gewarnt, dass wir die Blockade aushalten würden, auch wenn dies unserem Land einen sehr hohen Preis abverlangen würde. Es gibt keinen schlimmeren Preis, als vor dem Feind zu kapitulieren, der dich ohne Grund oder Recht angreift. Das war das Empfinden eines kleinen und isolierten Volkes. Der Rest der Regierungen dieser Hemisphäre hatte sich, mit wenigen Ausnahmen, dem mächtigen und einflussreichen Imperium angeschlossen. Von unserer Seite aus handelte es sich nicht um eine persönliche Haltung, sondern es war das Empfinden einer kleinen Nation, die vom Beginn des Jahrhunderts an nicht nur politisches, sondern auch wirtschaftliches Eigentum der Vereinigten Staaten gewesen war. Spanien hatte uns an dieses Land abgetreten, nachdem wir fast fünf Jahrhunderte Kolonialherrschaft ertragen hatten und es im Kampf um die Unabhängigkeit zu unzählbaren Todesopfern und materiellen Verlusten gekommen war.

    Das Imperium behielt sich das Recht vor, in Kuba militärisch zu intervenieren aufgrund einer perfiden Verfassungsänderung, die es einem Kongress aufzwang, der dem machtlos gegenüberstand. Abgesehen davon, dass sie die Eigentümer von fast allem in Kuba waren – ausgiebige Ländereien, die größten Zuckerfabriken, die Bergwerke, die Banken und sogar das Vorrecht, unser Geld zu drucken, - verbot man uns, genügend Getreide anzubauen, um die Bevölkerung zu ernähren...

    Fidel Castro Ruz
    31. August 2014

Schweinebucht, 2004

Zuweilen so etwas wie unterirdischer Frust: Jeder dritte Jurastudent befürwortet die Todesstrafe, jeder zweite die Anwendung von Folter

Jeder dritte Befragte ist nach aktuellen Zahlen für die Todesstrafe, mehr als die Hälfte für Folter unter bestimmten Bedingungen. Die Befürworter haben sich in den vergangenen Jahren verdreifacht... Und auch ganz allgemein besteht heute ein größerer Drang zu harten Strafen als früher. Das alles geht aus einer Studie des Erlanger Strafrechtsprofessors Franz Streng hervor.
(Tagesspiegel 22.10.2014)

Gnadenlose Jurastudenten - Und das sollen die künftigen Verteidiger unseres Rechts sein?

(ZEIT-Online, 27. Oktober 2014)

Vermutlich sind das Leute, die auf ihrer Facebook-Seite so ein tumbes Ich bin nach 1945 geboren...-Banner zeigen und Hans-„Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein“-Filbinger liken.

Erstaunlich: Während jede Furz-Studie von Horx et al. ausführlich berichtet wird, findet diese kaum Erwähnung: 6 Ergebnisse zum Stichwort Studie des Erlanger Strafrechtsprofessors Franz Streng, jurastudenten todesstrafe meldet nur 3 Presseveröffentlichungen, der Rest sind überwiegend Blog-Einträge; todesstrafe für jurastudenten, die die todesstrafe fordern = immerhin ungefähr 505.000 Ergebnisse!

https://www.dw.de/image/0,,16728810_401,00.png

Herzlich willkommen in guter Gesellschaft!
... Und wir fragen uns hier dauernd, wie es kommt, dass junge Menschen sich dem IS anschließen ....
Strange Fruit ...

CRISIS , WHAT CRISIS ? (XCI): “Mercatus vult!” - Animiertes Thinking Shirt als Politikdidaktik

In the Middle Ages, the call for a crusade to conquer the Holy Land was met with cries of “Deus vult!” — God wills it. But did the crusaders really know what God wanted? Given how the venture turned out, apparently not.
Now, that was a long time ago, and, in the areas I write about, invocations of God’s presumed will are rare. You do, however, see a lot of policy crusades, and these are often justified with implicit cries of “Mercatus vult!” — the market wills it. But do those invoking the will of the market really know what markets want? Again, apparently not ...

What Markets Will. By Paul Krugman, NYT, OCT. 16, 2014

Wenn Sie also das nächste Mal einen Superschlauen sagen hören, was zu tun ist, um die Märkte glücklich zu machen, fragen Sie sich einfach:” Woher weiß er das?” Tatsache ist, dass Leute, die uns etwas über die Forderungen der Märkte erzählen, uns in Wirklichkeit zwingen wollen, das zu tun, was sie selbst wollen“.
Blog “Arbeit&Wirtschaft”

https://www.getdigital.de/web/getdigital/gfx/products/__generated__resized/380x380/thinking.gif

Ich mache ja eigentlich keine Werbung, aber dieses Produkt scheint mir empfehlenswert zu sein (getDigital) - besonders geeignet als Schuluniform!
Ich stelle mir vor, wie im Unterricht zB im Fach Politik/Wirtschaft, wenn es kompetenzerwerbsmäßig um “Mercatus vult!” geht, alle - Schülerinnen und Schüler wie Lehrerin/Lehrer - erstmal den Thinking Effekt anschalten, der durch einen Weichplastikaufsatz realisiert wird, der mittels Klettverschluss auf dem Shirt befestigt ist. Der Aufsatz wird durch eine Batteriebox mit Strom versorgt, die innen in eine eingenähte Tasche einsetzbar ist. Bauartbedingt ergibt sich durch die verwendete Technologie ein Betriebsgeräusch an der Batteriebox und dem Leuchtpanel, welches allerdings beim normalen Tragen des Shirts unserer Meinung nach nicht störend ist.
Im Gegenteil: bei allen brummts und vibirierts dann in der eingenähten Tasche, was als Impuls zum Nachdenken durchgehen könnte. Zu optimieren wäre das noch, wenn der Weichplastikaufsatz die Think-Pads der Schüler zB hierhin verlinken würde. Aber wie ich den Laden kenne, würden sie wieder nur hier landen ...
Immerhin! - Statt des Pferdeschwanz-Denkers auf der Bank würde ich der Firma also empfehlen, einen Oberstufenkurs im Klassenraum zu zeigen, der schwer thinking ist, ggfs. in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, was auch noch zur Individualisierung des Lernens aka Binnendifferenzierung anregen könnte, womit ein weiteres Marktsegment erschlossen wäre ...



Erstaunlich, was die Märkte doch - potenziell - alles hervorbringen, u.a. eine Revolution der (Politik-) Didaktik!!

... Es müsste allerdings wirklich gedacht worden sein, wenn der Ladebalken irgendwann zum Stillstand kommt:
Ich bleibe dabei: Unterricht im Fach Politik-Wirtschaft braucht: A radical reformation of economics education

Update Syriana*: The Kobani Riddle und The Rocky Horror Kalifat Show feat. US-Senator John McCain

Re: The Empire Of Chaos Vs. The Badass Djihadis in Black: "Tragisches Unglück in Kobane"

A people-power challenge to the hegemony of the nation-state
+ The barbarians, in the form of Islamic State goons, are at the gates of Kobani, the bombed-out city in northern Syria which is also the epicenter of a non-violent experiment in local democracy. But don't expect the US, Turkey and the administration of Iraqi Kurdistan to save Kobani: the city is now an easy-to-lose pawn in a pitiless game because it embodies a people-power challenge to the hegemony of the nation-state. - Pepe Escobar (Oct 24, '14)

+ Suspicions Run Deep in Iraq That C.I.A. and the Islamic State Are United. By DAVID D. KIRKPATRICK, NYT SEPT. 20, 2014

+ The Rocky Horror Kalifat Show. By Mathias Broeckers
- The Rocky Horror Kalifat Show klingt ja ganz witzig und manches ganz plausibel, aber irgendwie schrammt Broeckers doch immer nur leicht an obskuren Verschwörungstheorien vorbei. Die Quellen jedenfalls sind zT recht obskur und gern auch anti-israelisch. Im Zusammenhang mit dem - immerhin interessanten - photo showing John McCain with ISIS leader Abu Bakr Al Baghdadi ist dann immer auch die Rede davon, letzterer sei Mossad-Agent ...
Immerhin: McCain accidentally reveals that USA wanted to arm ISIS + „Ich kenne diese Leute“

https://breizatao.com/wp-content/uploads/2014/08/mon.jpg

Wie ich schon einmal bemerkte: Vielleicht lässt sich das tatsächlich erstmal so zusammenfassen:
The Badass Jihadis in Black kommen jetzt zurück an genau den Arsch, an dem sie abgewischt worden sind.


_______________________
* "Syriana" ist kein Phantasie-Titel, sondern ein Begriff, der seit vielen Jahren von den sog. "Neocons" in den USA benutzt wird für die politische und religiöse Umgestaltung des Nahen Ostens

Archäologie (CCCXL): 20. Oktober 1914: The First Battle Of Ypres

Das belgische Ypern steht wie Verdun für den Horror des Ersten Weltkriegs. Rund eine halbe Million Mann fiel auf beiden Seiten. Die Deutschen brachten hier erstmalig Senfgas zum Einsatz. Unzählige Soldatenfriedhöfe liegen im Umkreis der Stadt – dabei wurde bisher lediglich ein Bruchteil der Toten gefunden.

Das ist heute besonders erwähnenswert, wo wir gerade wieder - siehe unten - vom Krieg sprechen.


Battlefront in Flanders, 1914 -Gemeinfrei

The First Battle of Ypres



The Second Battle of Ypres

https://www.eurobeast.dk/verdenskrig/bild/bild040.jpg
ChlorundSenfgas-Djihadis mit Pickelhaube The Third Battle of Ypres

https://ecx.images-amazon.com/images/I/51qJ-0apjRL.jpg

Tindersticks - Ypres
Music for the permanent exhibition at the In Flanders Fields Museum, Ypres, Belgium.

Room 1
1. Whispering guns parts 1, 2 and 3

2. Ananas et poivre
Room 2
3. La guerre souterraine
4. Gueules cassées*
Room 3
5. Sunset glow
6. The third battle of Ypres O.S.T.


* Gueules cassées
L'expression « gueules cassées » inventée par le Colonel Picot premier président de l’Union des Blessés de la Face et de la Tête, désigne les survivants de la Première Guerre mondiale ayant subi une ou plusieurs blessures au combat et affectés par des séquelles physiques graves, notamment au niveau du visage. Elle fait référence également à des hommes profondément marqués psychologiquement par le conflit, qui ne purent regagner complètement une vie civile ou qui durent, pour les cas les plus graves, être internés à vie.


Kārlis Padegs - Memento From1918. John Yperite - Google Art Project -Domaine public

The Empire Of Chaos Vs. The Badass Djihadis in Black: "Tragisches Unglück in Kobane" - Oder: Das Antlitz des Gemetzels. The War Photo No One Would Publish - And A Caliph In A Wilderness Of Mirrors

I'm aiming at you, lover
Cause killing you is killing myself

- Orson Welles (director), The Lady from Shanghai,1947



Tragisches Unglück in Kobane: Bei einem US-geführten Luftschlag sind versehentlich mehrere Kurden getötet worden. Die Bombe sollte eigentlich IS-Kämpfer treffen., meldet soeben SPIEGEL ONLINE:
    Der US-Armee ist bei einem Luftangriff gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Kobane offenbar ein folgenschwerer Fehler unterlaufen: Beim Bombardement der nordsyrischen Stadt sind mehrere Kurden getötet worden. Das berichten übereinstimmend die kurdische Nachrichtenseite "Rudaw" und ein Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Kobane.
    "Die alliierten Flugzeuge hatten auf IS-Kämpfer gezielt", sagte Nassan. Die Dschihadisten hätten in der Nacht in einem Gebäude im Osten Kobanes Unterschlupf gesucht. Doch in dem Haus hätten sich bereits mehrere ältere kurdische Frauen versteckt.
    Der Vorfall ist ein Rückschritt in der Zusammenarbeit zwischen YPG und der US-Armee.
    [SPON Donnerstag, 16.10.2014 – 17:32 Uhr]
Das kennen wir doch: "Collateral Damage" und "The cost to defeat an evil" ... Jamie Shea and General Wesley Clark, NATO HQ Brussels, 13 Apr. 1999!!!
Ansonsten geht die "Operation Tomahawk The Caliph", die jetzt "Inherent Resolve" heißt (SPON hatte sich schon Sorgen gemacht wegen des fehlenden Brandings: Lange hat das Pentagon gebraucht, nun gibt es einen Namen für den Kampf gegen den "Islamischen Staat"...), prima voran; - wenn man davon absieht, dass der Kalif kurz vor Bagdad steht:
    Both Ramadi and Fallujah have been reduced to an accumulation of bombed-out schools, hospitals, homes, mosques and bridges. Residential streets are virtually deserted. According to the United Nations, there are a least 360,803 internally displaced persons in Anbar, as well as 115,000 others in areas under The Caliph's control. At least 63% of the 1.6 million people living in the province are classified as "in need" - with hair-raising minimal access to water, food and health care, and receiving little to absolutely zero humanitarian support from that fiction, the "international community." US Ambassador to the UN Samantha Power is not screaming her lungs out for R2P ("responsibility to protect"). [Pepe Escobar, s. u.]
"We know we've killed several hundred of them."
    US-led air strikes have killed several hundred ISIL fighters around the Syrian town of Kobane, the US military has said, but cautioned that the town near Turkey's border could still fall to the Sunni rebel group.
    The US-led coalition launched about 50 air strikes on the mainly Kurdish town of Kobane in the past 48 hours, the largest number since the strikes inside Syria began on September 22.
    John Kirby, a Pentagon spokesman, said bad weather in Iraq had freed up coalition firepower to attack Kobane targets.
    But he added the situation was fluid, with the Kurdish militia still controlling the town, although with pockets held by ISIL fighters.
    "The more they want it, the more resources they apply to it, the more targets we have to hit," Kirby said, adding: "We know we've killed several hundred of them."
    [Al Jazeera English, 16 Oct 2014 14:36: US: Hundreds of ISIL fighters dead in Kobane ]

Was ist das für eine Logik, in die man uns hier zwingen will zu denken:
Was bitte ist ein "tragisches Unglück"? - Ein Vorfall, der ein Rückschritt in der Zusammenarbeit zwischen YPG und der US-Armee ist??
Damit ist der Tod mindestens einer der erwähnten älteren kurdischen Frauen ... in einem Gebäude im Osten Kobanes erledigt. Die getöteten mehreren Hundert feindlichen Kämpfer waren offenbar eh keine Menschen: "We know we've killed several hundred of them."

Nachdem medial klargezogen war, dass ISIL nicht anders als militärisch bekämpft werden kann, mit großartiger Unterstützung ehemals friedensbewegter Fraktionen des des bürgerlichen Mittelstands, sind nun alle Tore offen:
BILD erklärt den Bombenkrieg gegen ISIS
    Den Auftakt in Syrien bildeten 47 Tomahawk-Raketen, die die US-Navy am 22. September von den Zerstörern USS Arleigh Burke im Roten Meer und dem Kreuzer USS Philippine Sea im Persischen Golf abfeuerte.
    In der Folge wurden B-1-Bomber, F-15- und F-16-Kampfflugzeuge sowie Predator-Drohnen in den Kampf geschickt. Vom Flugzeugträger USS George H.W. Bush starteten F-18-Kampfflugzeuge.
    Seine Premiere feierte der F-22-Kampfjet, das teuerste und modernste Jagdflugzeug der US-Luftwaffe.
... so dass jeder Gutmensch-Hobbystratege noch mitdenken kann, wie man noch mehr several hundred of them ausschalten könnte.
Da "feiert" F-22 Raptor "seine Premiere" und da wird Anlagern Lockheed Martin als das "Dividendenass der Rüstungsindustrie" empfohlen ... - Moralische Hemmungen gibt es in diesem Spiel nicht mehr. Der zum Untermenschen erklärte Badass Djihadi in Black kann vernichtet werden. Die Logiken des alttestamentarischen Gottes, des militärisch-industriellen Komplexes, der Militärs haben gewonnen.

Nicht dass ich mit den Badass Djihadis in Black sympathisierte oder als ISIL-Versteher durchgehen möchte, aber ist nicht die Frage:
Wie viel Verrohung ist eigentlich schon in alltägliches Denken im Umgang mit Meldungen wie den oben zitierten eingesicktert, dass wir nicht verrückt werden ob der dominierenden Unmenschlichkeitslogik, wenn die handlungsleitenden Logiken, denen wir folgen sollen, sich als genauso archaisch borniert und moralisch ebenso minderwertig erweisen wie die des akutellen Feindes? (
Kohlberg: Moralstufe 1)



Was hier öffentlichkeitsmäßig abgeht, schließt an an das, was Jutta Ditfurth (im Gespräch mit Sarah Buron und Patrick Spät, tp 24.01.2014) herausstellt: "Große Teile der bürgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen"

Ich habe mal einen Bericht gelesen über einen britischen Offizier, der im Krieg des alten Bush gegen Saddam, als der Kuweit überfallen hatte, den Highway von Kuweit nach Bagdad befahren hat, nachdem dort die irakische Armee, die sich auf dem Rückzug befand, gegrillt worden ist. Die Bilder und der Gestank haben ihn zum seelischen Krüppel gemacht. Den Bericht finde ich nicht mehr, aber Dokumente zum 1991 Highway of Death gibt es:



The War Photo No One Would Publish

When Kenneth Jarecke photographed an Iraqi man burned alive, he thought it would change the way Americans saw the Gulf War. But the media wouldn’t run the picture.


Wenn wir das jetzt mal umdrehen, was den aktuellen Feind angeht:
Was immer wir von ISIL und ihren Kämpfern halten mögen, - so sehen sie aus, wenn sie bekämpft wurden. Humanitäre Intervention wird das genannt und
als solche beworben.

But the media wouldn’t run the picture...

.... Escobar findet ein Bild, das ebenfalls helfen könnte, den gegenwärtigen Krieg anders zu sehen. The media runs the picture, still doesn't know what it means:

I'm aiming at you, lover
Cause killing you is killing myself

- Orson Welles (director), The Lady from Shanghai,1947




A Caliph in a wilderness of mirrors
By Pepe Escobar, ASIA Times, Oct 15, '14
    He's invincible. He beheads. He smuggles. He conquers. He's the ultimate jack-of-all-trades. No Tomahawk or Hellfire can touch him. He always gets what he wants; in Kobani; in Anbar province; with the House of Saud (which he wants to replace) trying to make Putin (who he wants to behead) suffer because of low oil prices.

    If this was a remake of Orson Welles's noir classic The Lady from Shanghai, in the mirror sequence the lawyer (American?) and the femme fatale (Shi'ite?) would also get killed; but The Caliph of Islamic State would survive as a larger than life Welles, free to roam, plunder and "give my love to the sunrise" - as in a Brave Caliphate World shining in "Syraq" over the ashes of the Sykes-Picot agreement.

    He's winning big in Iraq's Anbar province. The Caliph's goons are now closing in on - of all places - Abu Ghraib; Dubya, Dick and Rummy's former Torture Central. They are at a mere 12 kilometers away from Baghdad International. A shoulder-launched surface-to-air missile (or MANPAD) away from downing a passenger jet. Certainly not an Emirates flight - after all these are trusted sponsors.

    Hit, in Anbar province, is now Caliph territory. The police forces and the province's operational command have lost almost complete control of Ramadi. The Caliph now controls the crucial axis formed by Hit, Ramadi, Fallujah; Highway 1 between Baghdad and the Jordanian border; and Highway 12 between Baghdad and the Syrian border.

    The Caliph's goons are no less than taking over the whole, notorious Baghdad belt, the previous "triangle of death" in those hardcore days of American occupation circa 2004. Message to Donald Rumsfeld: remember your "remnants"? They're back. And they're in charge. ...

    The Caliph also wins big in the "bleeding the Pentagon" department. A single US "strike" against his goons - involving F-15s, F-16s or F-22s - costs up to US$500,000. The Pentagon has just revealed it has spent no less than $1.1 billion against The Caliph since June.

    What for? Virtually all the assets being destroyed by American bombing are made in the USA, deployed to the Iraqi army and then duly captured during The Caliph's offensive. So here we have the Empire of Chaos spending a fortune from the US Treasury to smash tanks, Humvees and other gear already paid for by American taxpayers. No wonder taxpayers are fuming. Thus Operation Hands off My Toyota....

Offensichtlich steckt hinter den "bombing raids" on the outskirts of Kobani mehr als unsere Befürworter von Menschenrechts-Militärschlägen gegen Gotteskrieger wissen oder wissen wollen! Escobar lesen!!!


Vgl. auch:
Menschenrechts-Militärschläge gegen Gotteskrieger?
Arno Klönne, tp 17.10.2014
Über ethische Begründungen von Waffengängen

Archäologie (CCCXLIX): Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949, Artikel 16

zuletzt geändert am .... mit Änderungsindex

Sehr aufschlussreich. Der Artikel 16 lautete in der mir in meiner Schulzeit ausgehändigten Fassung des GG:

Art. 16. (1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.
(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Politisch verfolgte genießen Asylrecht.

Inzwischen liest sich das anders und darauf, wie die Praxis aussieht, verweist Fefe:
Die Süddeutsche hat mal geguckt, wie in Bayern die Flüchtlinge gelagert werden.

Dabei fällt mir ein: Frank-Walter Steinmeier lernte ich Anfang der 90er Jahre kennen, als wir in unserer Schule eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wohin treibt die Bundesrepublik?" veranstalteten. Er war damals neu in Schröders Staatskanzlei, hatte die "Blätter für deutsche und internationale Politik" dabei, das Heft, das sich damals auf Jaspers Aufsatz von 1966 bezog, und argumentierte intellektuell auf der Höhe ("Ethnisierung sozialer Konflikte") gegen den sich ankündigen Asylkompromiss, - einen der entscheidenden Schritte, die antifaschistische Substanz des Grundgesetzes zu entsorgen.

Flüchtlinge in München Flüchtlinge in München

Update Ukraine (XXX): Power Structure Research

Die Clans der Ukraine - Machtverhältnisse in einer Demokratie, die nie existiert hat
von Klaus Müller, Le Monde diplomatique vom 10.10.2014
    ... Die Entzauberung der Maidan-Revolution schreitet schneller voran als die der Orangen Revolution von 2005. Beide teilen das eigentümliche Schicksal eines Ereignisses von globaler Bedeutung, das gleichwohl an den realen Machtverhältnissen und den politischen Institutionen der Ukraine genauso wenig geändert hat wie an den wirtschaftlichen Strukturen….
    Die Kontinuität oligarchischer Macht wurde dann im Mai durch die Wahl eines neuen Präsidenten gesichert. Petro Poroschenko war der Kandidat des westlich orientierten Pintschuk-Clans, der seit einigen Jahren für die Aufnahme der Ukraine in EU und Nato plädiert. Der Öffentlichkeit hatte sich Poroschenko durch die Liveübertragung der Maidan-Proteste in seinem eigenen Sender empfohlen. Mit seinem Sieg war der rivalisierende Achmetow-Clan aus Donezk, der hinter der Partei der Regionen, also hinter Janukowitsch, stand, in die Defensive gedrängt.
    Diese oligarchischen Strukturen sorgen dafür, dass das Verhältnis zwischen nationalen Bewegungen, Parteien, Medien und politischer Macht von außen kaum zu durchschauen ist. Die dominierenden Clans haben sich im Übergang der Ukraine von einer Sowjetrepublik in die Unabhängigkeit herausgebildet. Die kommunistische Führung hat dabei das Konzept der staatlichen Souveränität von den westukrainischen Nationalisten übernommen – mit dem Ziel, sich aus der zerfallenden Sowjetunion herauszulösen und damit ihre Machtpositionen zu erhalten. Der letzte Vorsitzende des Ukrainischen Obersten Sowjets, Leonid Krawtschuk, vollbrachte das Kunststück, sich an die Spitze der zuvor unterdrückten Nationalbewegungen zu setzen, indem er Ukrainisch zur Staatssprache machte und die desaströse Wirtschaftslage dem Moskauer Zentrum zuschrieb. Und die Interessen der Fabrikdirektoren und Arbeiter in den östlichen Regionen wurden durch die Privatisierung ihrer Industrien in ukrainische Hände bedient.
    In den ersten fünf Jahren der Transformation ging die Hälfte der Unternehmen in privaten Besitz über. Die drei großen “Clans” der 1990er Jahre bildeten die territoriale und sektorale Gliederung der ukrainischen Wirtschaft ab. Der Donezker Clan gruppierte sich um Rinat Achmetow, der die Schwer- und Metallindustrie dominierte; wichtige Verbündete waren der Industrieverband Donbass um Serhij Taruta, Witali Hajduk und die Gebrüder Klujew....

Die anomische Herrschaft der Rackets (XII): Blackwater vs. The Badass Jihadis in Black - Oder: Operation Tomahawk The Caliph

Ich schrieb am 29.06. unter dem Titel Die anomische Herrschaft der Rackets (V): Gnadenlos platter, testosterongesättigter, marketingtechnisch zelebrierter Männlichkeitskult: The Badass Jihadis in Black vs. Blackwater:
    Das ist dann die neue Qualität im beinharten ökonomischen Konkurrenzkampf auf dem Gebiet der privatisierten Kriegführung: Neues Branding (s.o.) = noch härter als Jabhat an-Nusra + noch stärker an der eigenen Gewinnmaximierung als an der des Auftraggebers orientiert als die Academi/Blackwater-Variante:
    A bunch of sexy, badass patriots Civilian Warriors: The Inside Story of Blackwater and the Unsung Heroes of the War on Terror, by Erik Prince. (Reviewed by Pepe Escobar):
      Erik Prince's "My Way" ... is the inside story of how Blackwater turned into "something resembling its own branch of the military" and "the ultimate tool in the war on terror". In the manner of Audi extolling the merits of Vorsprung Durch Technik, Prince hails it as a "proud tale of performance excellence and driven entrepreneurialism" - , with the obligatory pious references to a "life's mission" to "serve God, family and the United States" .... (!).
    Diese Geschichte begann 1996, als der Rückzug des Staates aus wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge, wie z. B. der Kriegführung, noch nicht so weit war wie heute.
    Heute - die Deregulierung ist in jeder Hinsicht fortgeschritten - erzählt halt ein Abu Bakr al-Baghdadi the "proud tale of performance excellence and driven entrepreneurialism" , with the obligatory pious references to a "life's mission" to "serve Mohammed and the Islamic State of Iraq and the Levant - ‏الدولة الإسلامية في العراق والشام‎ - instead of God, family and the United States ...
Nun endlich meldet sich der ehemalige Blackwater-Chef, Erik D. Prince und jetzige CEO und Chairman der Unternehmensgruppe Frontier Services Group Limited (FSG), die mit chinesischen Partnern Afrika sicherer macht, zurück: Risk-Management heißt das in der Marktsprache ...
["Wenn nur das alte Blackwater Team noch zusammen wäre", Thomas Pany, tp 11.10.2014]
    Er macht sich Gedanken zur Sicherheitsproblematik im Irak und er hat eine Lösung, wie sie in amerikanischen Filmen oft beschworen wird: Es geht um einen Job, der zu Ende geführt werden muss, nicht halbherzig, sondern "professionell". Was der Staat, weil er unnötige Rücksichten nimmt oder weil an der Spitze ein schlechter CEO sitzt, nicht schafft, bringt der private Sektor wieder ins Lot:

    Wenn das alte Blackwater Team noch immer zusammen wäre, dann bin ich mir sicher, dass eine aus mehreren Brigade von erfahrenen amerikanischen Söldnern oder auch eine internationale Streitkraft schnell zusammengestellt und eingesetzt werden könnte, um die notwendigen Kampftruppen am Boden zu stellen (…). Eine kompetente professionelle Streitkraft aus Freiwilligen würde als Speerspitze dienen, um die freundlichen, aber scheuen und launischen Truppen der nationalen irakischen Armee zu verstärken.

    In der Rede beim Maverick PAC-Abendempfang fasste Prince sein Credo noch griffiger zusammen: Hätte Obama sein altes Business nicht zerstört, dann hätte man die Frage zum Einsatz von amerikanischen Bodentruppen schnell geklärt.

    Private wären da hineingegangen und hätten es getan, und es wäre erledigt, und man hätte sich ein langes politisches Schlamassel und Unordnung, die ich nun vor uns sehe, erspart.
... so wie damals am Nisour Square, Baghdad!!

Um .... die notwendigen Kampftruppen am Boden ... kümmern sich nun auch führende deutsche Außenpolitiker wie Rolf Mützenich und Andreas Schockenhoff, allerdings vorerst noch in Form von Appelle(n) an Ankara (tagesschau.de 12.10.2014).
Dazu Erdogan: "Was hat Kobani mit der Türkei zu tun?" (tp)

Aber wenn das Wort "Bodentruppen" aus deutschem Munde nun schon gefallen ist, bin ich gespannt, wann einer auf die Idee kommt, dass es ja auch noch TNW gibt!
Irgendwo müssen doch die taktischen nuklearen Gefechtsfeldwaffen sein, die mit dem NATO-Doppelbeschluss in die moderne Kriegführung eingeführt wurden, von denen man vielleicht zu blauäuig meinte, sie seien friedensdividendenmäßig überflüssig:
Ehemalige Aktivisten der Friedensbewegung mögen sind erinnern: Das waren so Dinger wie die R/UGM-109A Tomahawk Block I: TLAM-N (Land Attack Missile-Nuclear) bestückt mit dem Nuklearsprengkopf W80-0 mit einer selektierbaren Sprengleistung von 5 bis 150 kT. Ende 2008 hatte die U.S. Navy noch 100 dieser Marschflugkörper im Bestand. Im Jahr 2013 wurden die letzten TLAM-N ausgemustert, weiß wikipedia, aber vielleicht liegen ja irgendwo noch welche rum.
Immerhin wurden am 23. September 2014 von der USS Arleigh Burke und USS Philippine Sea (CG-58) Tomahawk-Marschflugkörper gegen Ziele in Syrien gestartet. Insgesamt wurden 47 Tomahawk gegen Einrichtungen des Islamischen Staat (IS) eingesetzt; eventuell schon solche des Typs R/UGM-109H Tomahawk Block V: Neue Version basierend auf dem TTPV. Befindet sich in der Entwicklung. Durch neue Produktionsmethoden und eine Modulbauweise sollen die Herstellungskosten deutlich gesenkt werden. Dem Besteller der Waffe wird somit ermöglicht, durch Auswahl von verschiedenen Zielsuchsystemen den Preis anzupassen. Reichweite über 1650 km. Auch diese Version kann wahlweise mit einem Splitter- oder Penetrationsgefechtskopf sowie Bomblets bestückt werden.
Bomblets sind übrigens Streu- oder ClusterBomben
    "The Tomahawks are finally flying again - propelled by newspeak. 42 Tomahawks fired from a Sixth Fleet destroyer parked in Mare Nostrum, plus F-22s raising hell and Hellfires spouted by drones, that's a neat mini-Shock and Awe to honor Caliph Ibrahim, aka Abu Bakr al -Baghdadi, self-declared leader of Islamic State.
    It's all so surgical. All targets - from "suspected" weapons depots to the mayor's mansion in Raqqah (the HQ of The Caliph's goons) and assorted checkpoints - were duly obliterated, along with "dozens of", perhaps 120, jihadis.
    And praise those "over 40" (Samantha Power) or "over 50" (John Kerry) international allies in the coalition of the unwilling; America is never alone, although in this case mightily escorted, de facto, only by the usual Gulf petrodollar dictatorships and the realm of King Playstation, Jordan, all none too keen to engage in "kinetic activities".

    Aseptic newspeak aside, no one has seen or heard a mighty Gulf Cooperation Council air force deployed to bomb Syria. After all the vassals are scared as hell to tell their own populations they are - once again - bombing a fellow Arab nation. As for Damascus, it meekly said it was "notified" by the Pentagon its own territory would be bombed. Nobody really knows what the Pentagon is exactly telling Damascus.
    The Pentagon calls it just the beginning of a "sustained campaign" - code for Long War, which is one of the original denominations of the Global War on Terror (GWOT) anyway. And yes, for all practical purposes this is a coalition of one. Let's call it Operation Tomahawk The Caliph." (By Pepe Escobar - Aisa Times, Sep 24, '14) Lesen!!
Was kann man wissen über die im Kampf gegen die IS eingesetzten Waffen? (Hinweise eventuell hier: AG Friedensforschung: Irak)
Oder darf man die Frage gar nicht stellen, weil im Kampf gegen das die eigenen Mittel einsetzende eigene Gezücht kein Mittel verboten ist?
Vgl. Behemoth und Leviathan
- Oder auch: USA warfen im Irak geächtete Brandbomben ab - Das amerikanische Verteidigungsministerium hat den Einsatz international umstrittener Brandbomben im Irak-Krieg eingeräumt. (SZ vom 09.08.2003)

It's all so surgical.
Und "Penetrationsgefechtskopf" ist ein ebenso widerliches Wort wie "Enthauptungsvideo"!

... finde ich; aber da können Sie anderer Meinung sein ....


Die GBlog-Suche nach »Die anomische Herrschaft der Rackets « hat 20 Resultate geliefert.


Vgl. auch:
Bundeszentrale für Politische Bildung - Schriftenreihe (Bd. 1465)
Heiliger Krieg - heiliger Profit
Afrika als neues Schlachtfeld des internationalen Terrorismus

In den letzten Jahren sind einige afrikanische Staaten mehr und mehr zur Bühne des internationalen Terrorismus geworden. Wie Marc Engelhardt zeigt, verbinden Gruppen wie al-Shabaab in Somalia oder Boko Haram in Nigeria mit ihren terroristischen Aktivitäten auch handfeste Profitinteressen. Die Gruppen, egal welcher religiösen oder politischen Ausrichtung, eint dabei mehr als sie unterscheidet.
Lesenswert 4,50 €!!

Wise Man Says

"Es gibt so viele Arschloch-Typen wie es menschliche Funktionen, Tätigkeiten und Interessengebiete gibt. Und auf jedem Gebiet kann das Verhältnis von AQ zu IQ ein anderes sein. Kein noch so kopfdenkerisches Verhalten bei einem Thema bietet Gewähr dafür, dass nicht schon beim nächsten der Arschdenk mit voller Wucht einsetzt." Charles Lewinsky, Der A-Quotient

Wise Man Says II

"The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater." Frank Zappa

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